Samstag, 9. November 2019

Wir laden ein zum Merkurtransit am 11.11.

So zeigt sich am 11.11.2019 der winzige Merkur
(Quelle: 
https://eclipse.astronomie.info/2019-11-11/)
Nein, das ist kein Faschingsscherz: Am 11.11. ist von Deutschland aus der Vorübergang des innersten Planeten Merkur vor der Sonne zu beobachten. 

Am Montag, dem 11.11.2019, findet ein so genannter Merkurtransit statt, d. h. der Planet Merkur steht von der Erde aus gesehen vor der Sonne. Dieses Ereignis ist sehr selten, da der Merkur sich dabei in der Ebene der Erdbahn befinden und gleichzeitig zwischen Erde und Sonne stehen muss. Diese Stellung kann er nur im Mai und im November einnehmen. Da Merkur winzig klein ist, kann dieses Ereignis nur durch ein Teleskop beobachtet werden. 
  • Der Merkurtransit beginnt um 13h35m31s am linken Sonnenrand. Dann schiebt sich das nur 10“ (1/180 des scheinbaren Sonnendurchmessers) große Planetenscheibchen allmählich am linken Rand vor die Sonne.
  • Nach 1m41s um 13h37m12s steht der Planet komplett vor der Sonne. 
  • Die Mitte des Transits ist um 16h19h40s.
  • Das Ende des Transits kann nicht mehr beobachtet werden, da die Sonne bereits um 16.47 Uhr untergeht.
Zur Beobachtung dieses Ereignisses ist die Sternwarte der Astronomischen Ges. URANIA e.V. Wiesbaden auf der Martin-Niemöller-Schule,  Bierstadter Straße 47, am 11.11.2019 ab 13.00 Uhr geöffnet. Dort stehen durch Filter geschützte Fernrohre zur Verfügung. Man darf niemals durch ein ungeschütztes Fernrohr in die Sonne schauen – dies bedeutet die sofortige Erblindung. Selbst der Blick durch den kleinsten Feldstecher verursacht schwerste Schäden am Auge.

Der letzte Merkurtransit fand am 9. Mai 2019 statt und der nächste ist erst am 13.November 2032. Wir hoffen darum auf gutes Wetter!

Freitag, 1. November 2019

Nächster Vortrag: „Spektroskopie - die physikalische Erforschung des Sternenlichts“, Referent: Dr. Lothar Schanne

Woraus bestehen der Mond, die Planeten oder gar die Sterne? Bis ins 19. Jahrhundert wusste niemand, wie es nachzuweisen sei, und Astronomie beschränkte sich auf die möglichst genaue Vermessung von Örtern, Bahnen und Größen. Schließlich konnte niemand in den Himmel aufsteigen, um Laborproben zu entnehmen.

Dann aber kam die Technik der Spektroskopie und leitete ein neues Zeitalter für die Astronomie als Wissenschaft ein. Mit einem Mal hatten die Astronomen ein Werkzeug, um auch aus der Ferne zu bestimmen, woraus ein leuchtendes Objekt besteht! Cecilia Payne-Gaposchkin erbrachte damit zuerst den Nachweis, dass Sterne vorwiegend Wasserstoff und Helium enthalten - was von ihren männlichen Kollegen heftigst bestritten wurde. Heute aber ist die Spektroskopie ein so mächtiges Werkzeug, dass geeignete Instrumente sogar in Raumsonden eingebaut werden, um Planeten, Monde und Kometen aus der Nähe zu vermessen. 

Unser Referent Dr. Schanne erzählt Ihnen in unserem nächsten Vortrag, wie Spektroskopie funktioniert und wozu sie dient. Falls das Wetter es zulässt, können Sie anschließend am Spektroskop der Volkssternwarte auch noch einen praktischen Eindruck dieser Wissenschaft erwerben.

Der Vortrag findet statt am Montag, dem 4.11., um 20:00 Uhr in der Volkssternwarte am Moltkering, auf der Martin-Niemöller-Schule, Wiesbaden. Der Eintritt für Vereinsmitglieder ist frei, Besucher zahlen einen geringen Unkostenbeitrag.