Freitag, 11. Juni 2021

Bilder von der Sonnenfinsternis

Verschiedene Vereinsmitglieder haben uns Bilder von der gestrigen Sonnenfinsternis geschickt. Hier ist eine kleine Galerie.

Thomas Loeken schickt uns diese beiden Aufnahmen, aufgenommen mit einem Lunt LS60T in Nackenheim. 

ISO 800, T=1/100 s, 11:33 Uhr

ISO 800, T=1/2000 s, 12:21 Uhr

Kai-Uwe Wehrheim beobachtete zur selben Zeit von Mainz aus:


CANON EOS 350D, 200 mm, F/5 1/800 bei ISO 200, 12:20

Ralf Chita und Jörg Dobrzewski betreuten vor der Volkssternwarte eine Schülergruppe der Martin-Niemöller-Schule und hatten zu diesem Zweck mehrere Instrumente aufgebaut:



DMC-FZ 1000 F/4, 1/125 s, 146 mm, Blende 4,
durch eine Finsternisfolie fotografiert


Es muss nicht unbedingt eine Spiegelreflex sein:
Samsung Galaxy am Fernrohrokular


Leider verdarben aufziehende Wolken die zweite Hälfte des Spektakels:









Freitag, 4. Juni 2021

Partielle Sonnenfinsternis am 10.06.2021

Am Donnerstag, den 10.06.2021, findet seit langem wieder einmal eine partielle Sonnenfinsternis statt, die bei uns sichtbar ist. Die letzte bei uns sichtbare partielle Sonnfinsternis war am 20.03.2015, wobei im Maximum 74,8% der Sonne vom Mond bedeckt wurden. Diesmal sind es nur 11,5%. In Wiesbaden beginnt die Finsternis um 11.26 Uhr MESZ, das Maximum ist um 12.25 Uhr und die Finsternis endet dann um 13.27 Uhr. Während dieses Ereignisses wird die Sternwarte Wiesbaden auf dem Martin-Niemöller-Gymnasium nach dem aktuellen Stand der Pandemie-Verordnung leider geschlossen bleiben.

Da der Mond in der Nähe seines erdfernsten Punktes ist, verfehlt sein Kernschatten den Erdboden knapp. Der Mond erscheint von der Erde aus kleiner als die Sonne und somit entsteht auf einem 500 – 600 km breiten Streifen nur eine ringförmige Sonnenfinsternis. Einen exakten Ring der Sonne sieht man auf der Zentrallinie. Die Zone der ringförmigen Finsternis erstreckt sich über ein sehr dünn besiedeltes oder unbewohntes Gebiet. Sie beginnt in Kanada, südwestlich der Hudson Bai, geht über die Baffin-Insel, streift den Nordwesten Grönlands, verläuft über den Nordpol, dann über die Neusibirischen Inseln, und sie endet im Nordosten von Sibirien.

Noch ein ganz wichtiger Hinweis für die Beobachtung: Schauen Sie bitte nicht mit ungeschützten Augen direkt in die Sonne. Dies führt zu schweren Augenschäden. Der Blick durch ein Fernglas oder gar Teleskop führt zur Erblindung in kürzester Zeit. Sonnenbrillen, mit Ruß geschwärzte Gläser, schwarze Filmstreifen u.ä. bieten keinen ausreichenden Schutz. Benutzen Sie bitte intakte Sonnenfinsternisbrillen. Diese sind nur für das Beobachten ohne optische Hilfsmittel gedacht und dürfen nicht als Filter vor oder hinter Teleskopen und Ferngläsern verwendet werden. Gefährlich ist auch die Benutzung der bei manchen Teleskopen mitgelieferten Okularfilter. Diese können durch Überhitzung platzen. Eines der sichersten Beobachtungsmittel ist eine sogenannte Lochkamera. Dazu wird einfach ein Stück Pappe mit einem kleinen Loch versehen. Durch dieses wird dann im Schatten der Pappe ein Bild der Sonne auf den Erdboden oder eine Hauswand projiziert.

Die nächste bei uns sichtbare partielle Sonnenfinsternis ist am 25.10.2022, bei der 22,3% der Sonne vom Mond bedeckt werden. An diesem Tag ist die Verfinsterung im gesamten Finsternisgebiet nur partiell, da die Spitze des Kernschattens ganz an der Erde vorbeigeht.

Zu den Bildern:

Auf Bild 1 ist die maximale Phase der
Finsternis um 12.25 Uhr für Wiesbaden dargestellt.


Auf Bild 2 ist die maximale Phase der
ringförmigen Verfinsterung am Nordpol dargestellt


Bild 3 zeigt die Zone der ringförmigen Verfinsterung,
innerhalb der beiden grünen Linien.


Alfred Schott, Astronomische Gesellschaft URANIA e.V. Wiesbaden