Donnerstag, 12. September 2019

Der Hantelnebel im Sternbild Füchschen

Am 3. September gelang uns diese Aufnahme des Hantelnebels im Sternbild Füchschen (zwischen den Sternbildern Schwan und Adler) von der Sternwarte aus. 

Ausrüstung: MallinCam DS10c-Kamera in Fokalprojektion am nachgeführten
 Astrophysics 206 mm Starfire EDF Teleskop (f/7,8), Brennweite: 1,6 m.
 Belichtung: 18 Bilder zu je 20 Sekunden Dauer. Die Bilder wurden mit dem
Programm Fitswork überlagert (gestackt) und mit dem Programm Pixinsight
nachbearbeitet.

Das fertige Bild zeigt einen Ausschnitt des Nachthimmels von ca. 0,6° x 0,45°; das entspricht ungefähr der scheinbaren Größe des Mondes. Im Zentrum des Bildes ist der planetarische Nebel M27 (Messier 27) = NGC 6853, der nach seinem Aussehen auch als Hantelnebel (englisch: Dumbbell Nebula), Diabolo-Nebel oder gar Apfelbutzen-Nebel bezeichnet wird. Entdeckt wurde er von dem französischen Astronomen Charles Messier, der ihn als Objekt Nr. 27 in seine Liste aufnahm.

Dieser Nebel ist der Rest einer Gashülle, die ein Stern nach seiner aktiven Phase vor einigen tausend Jahren abgestoßen hat. Dieser Stern, der danach zu einem weißen Zwerg wurde, ist im Zentrum dieser expandierenden leuchtenden Gaswolke. Dieses Objekt ist zwischen 700 und 1400 Lichtjahren von uns entfernt; die Angaben in den Quellen variieren recht stark. Nach Wikipedia hat der leuchtende Gasnebel einen Durchmesser von ca. 3 Lichtjahren (scheinbar 8,0 x 5,7 Bogenminuten groß) und dehnt sich weiter um scheinbare ca. 6,8 Bogensekunden pro Jahrhundert aus. 

Unsere Sonne wird sich übrigens in rund 6 Milliarden Jahren, nachdem sie zu einem roten Riesen geworden ist, ähnlich verhalten. Sie wird eine solche leuchtende Gaswolke abstoßen und danach zu einem weißen Zwerg werden.

Peter Bentz und Wolfgang Heyne 

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