Herzlich willkommen im Beobachtungsjahr 2026, das uns mit einer spektakulären partiellen Sonnenfinsternis erfreuen wird! Wegen der Weihnachtsferien gibt es am ersten Montag des Januars noch keinen Vortrag auf der Franz-Kaiser-Sternwarte, für öffentliche Beobachtungen ist sie jedoch geöffnet.
| Bildquelle: A. Schott |
Die Zeit des frühesten Sonnenuntergangs, vom 06.12. – 17.12. um 16.25 Uhr, haben wir nun hinter uns. Der kürzeste Tag, zur Wintersonnenwende, war am 21.12.2025. Die spätesten Sonnenaufgänge waren erst nach der Wintersonnenwende, und zwar um 08.26 Uhr vom 28.12. bis zum 03.01. Nun geht es morgens und abends wieder „aufwärts“. Am 05.01.2026 ist die Sonne um 08.25 Uhr aufgegangen und um 16.40 Uhr untergegangen.
Unser Ringplanet Saturn ist den gesamten Beobachtungsabend über zu sehen. Er hat bereits um 17.16 Uhr den Meridian passiert, steht um 20.00 Uhr 26° hoch im Südwesten und verschwindet kurz nach 22.00 Uhr hinter der Mauer des Beobachtungsraumes. Die Ringöffnung beträgt inzwischen 1,1° und wir schauen weiterhin nur ganz flach auf die Südseite des Rings. Die maximale Ringöffnung von 27° hatten wir im Jahre 2017, die nächste ist erst wieder im Jahre 2032 mit 27° und Blick auf die Südseite des Rings. Saturn erscheint im Fernrohr als ein Scheibchen mit einem Durchmesser von 17“. Er ist das hellste Objekt in seiner Umgebung: Seine Helligkeit beträgt 1,2m, durch die Erdatmosphäre reduziert auf 1,6m.
4 ¼ ° links oberhalb des Saturns befindet sich der lichtschwache Planet Neptun. Er ist ein Planet 8ter Größe und ist nur durch ein Teleskop zu sehen. Im Fernrohr erscheint er als ein winziges Scheibchen mit 2.3“ Durchmesser.
Auch den Planeten Uranus können wir den gesamten über Abend beobachten. Um 20.00 Uhr steht er bereits knapp 56 ½ ° über dem südsüdöstlichen Horizont, knapp 5° rechts unterhalb der Plejaden, dem Sternhaufen im Stier mit der Bezeichnung M45. Er ist deutlich heller als Neptun und man kann im Fernrohr leicht das 3,8“ große Planetenscheibchen erkennen.
Auch der Gasriese Jupiter kann beobachtet werden. Er geht um 16.55 Uhr auf und kann nun wäh-rend des gesamten Beobachtungsabends beobachtet werden. Um 21.00 Uhr steht er 36° hoch im Osten. Er ist nun das hellste Objekt am Himmel. Seine Helligkeit beträgt -2,7m, durch die Erdatmosphäre reduziert auf -2,4m. Jupiter hat einen beachtlichen scheinbaren Durchmesser von 47“ und erscheint 12 ½ mal größer als Uranus. In dem um 180° gedrehten Bild des Fernrohres sehen wir von links nach rechts den Mond Europa links des Jupiters und Io, Ganymed und Kallisto rechts des Jupiters. Die vier großen Monde hat bereits Galileo Galilei Anfang des 17. Jahrhunderts durch sein Fernrohr gesehen.
Im Laufe des Abends bemerkt man, das der Himmel von Osten her immer heller wird. Dies geschieht durch unseren Mond. Er geht um 19.17 Uhr auf und ist zu 92% beleuchtet. Beobachten können wir ihn erst kurz nach 21.00 Uhr.
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