Mittwoch, 20. Mai 2020

Die Supernova SN2020jfo im Spiralnebel M61


Sterne leuchten über viele Millionen oder gar Milliarden von Jahren mit fast gleichbleibender Helligkeit. Doch wenn sie genügend Masse haben und der Brennstoff der Gaskugeln aufgebraucht ist, beschließen sie ihr Leben in einer gewaltigen Explosion (bei der Sonne wird das nicht passieren!). Die Helligkeit des sterbenden Sterns nimmt dabei um viele Größenordnungen zu.

Ein solches Ereignis kann momentan in der etwa 66 Millionen Lichtjahre entfernten Spiralgalaxie M61 im Sternbild Jungfrau beobachtet werden. Das obige Bild zeigt die Spiralgalaxie mit der Supernova, die blau markiert ist. Die anderen Sterne sind Objekte aus unserer Galaxie, die nur zufällig in derselben Blickrichtung liegen. Ihre Entfernung zur Erde ist viel geringer, weswegen sie ähnlich hell wie die Supernova erscheinen.

Aufnahmedatum: 17.05.2020,  23:24 Uhr 

Belichtungszeit   40 x 60 sec mit  ASA 1600,  200 mm, F/5.0, Kamera CANON EOS 600D 
Bilder wurden mit Deepsky Stacker 4.2.3 bearbeitet 
Dieses Bild ist  ein winziger Ausschnitt aus dem Originalbild (mit Photoshop erstellt). 


Gruß 

Kai-Uwe Wehrheim 

Venus und Merkur zusammen am Wiesbadener Nachthimmel

Heute und in den nächsten Tagen wird Merkur nahe bei Venus sichtbar und deshalb auch wieder leicht zu finden sein. Am 23. und 24. Mai gesellt sich dann auch noch die sehr schmale Sichel des Mondes dazu.

Die folgenden Abbildungen simulieren die Situation am Westhimmel in den folgenden Tagen.

Peter Bentz





Mittwoch, 13. Mai 2020

Vollmond in Erdnähe 08.04.2020 06:39 Uhr



Aufgenommen mit CANON EOS 350D, Brennweite 200 mm, F/5.6
Belichtungszeit 1/250 sec bei 800 ASA.
Dieses Bild habe ich bei mir zu Hause aufgenommen.

Kai-Uwe Wehrheim 

Venus auf dem Weg zur unteren Konjunktion

Die Venus dominiert schon seit vielen Wochen als Abendstern den westlichen Abendhimmel.  Dies wird jetzt nur noch ca. drei Wochen so sein, denn sie nähert sich scheinbar immer mehr der Sonne, bis sie am 3.Juni ihre untere Konjunktion erreicht. Dann zieht sie von uns aus gesehen nur ganz knapp an der Sonne vorbei (scheinbar weniger als einen halben Sonnendurchmesser Abstand vom Sonnenrand; das sollte niemand versuchen, zu beobachten! ! !)
Bis dahin wird die Venussichel von Tag zu Tag immer schmaler. Nach dem 3. Juni wird sie wieder breiter werden, und dann wird die Venus wieder am Morgenhimmel als „Morgenstern“ zu sehen sein.
Am Morgen des 19. Juni wird übrigens die sichelförmige Venus vom sichelförmigen Mond von ca. 9:50 Uhr bis ca. 10:50 Uhr verdeckt werden.

Am Abend des 7.Mai 2020 gegen 21 Uhr gelang mir bei leichter Bewölkung die Aufnahme der sichelförmigen Venus mit einem Teleskop der Sternwarte. Sie war zu dem Zeitpunkt rund 58 Millionen km entfernt und scheinbar 43,4 Bogensekunden groß, d. h. sie hatte einen scheinbaren Durchmesser von 0,012°. 

Peter Bentz
206 mm Astrophysics Starfire EDF, Okularprojektion auf MallinCam SkyRaider
DS10c-Kamera, mit effektiver Brennweite von knapp 13 m; Aufnahme als Videosequenz
und davon ein Bruchteil der Bilder ausgewählt, überlagert und bearbeitet