Dienstag, 13. September 2022

Astronomie - Schnupperkurs an der Sternwarte im Oktober

Am Mittwoch, den 5. 12. und 19. Oktober 2022 jeweils ab 19 Uhr findet an der Sternwarte Wiesbaden wieder ein Volkshochschulkurs "Astronomie - Schnupperkurs" statt.

An drei Abenden lernen wir die Grundlagen der Astronomie kennen. Am ersten Abend verschaffen wir uns einen Überblick über die Orientierung am Himmel und machen uns mit den Grundlagen der Beobachtungstechnik vertraut. Das Thema des zweiten Abends ist "Unsere kosmische Heimat: das Sonnensystem, die Sonne, Planeten und Kleinkörper". Am Abschlussabend steht die Welt der Sterne und Galaxien mit einem Überblick über die Struktur des Universums auf dem Themenplan. 

Dieser Schnupperkurs soll die Orientierung am Himmel erleichtern. Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, das Firmament mit den Instrumenten der Volkssternwarte zu beobachten.


Interessierte Vereinsmitglieder können sich auch bei info[ät]urania-wiesbaden.de oder bei Peter Bentz melden.



Montag, 12. September 2022

Beobachtungsabend an der Sternwarte: Mo 12.09.2022 20:00 - 22:00 Uhr

 

Beobachtungsabend an der Sternwarte

Die Sonne geht um ca. 19:30 Uhr hinter dem Taunuskamm unter, rund 45 Minuten früher als eine Woche zuvor.
Der abnehmende Mond ist zu 92 % beleuchtet, geht gegen 21 Uhr auf und ist bei gutem Wetter erst nach 22 Uhr mit unseren großen Teleskopen zu sehen.
Saturn ist mit einem unserer großen Fernrohre bereits ab 20 Uhr zu beobachten.
Jupiter geht gegen 20:15 Uhr auf und wird  in unseren großen Fernrohren ab ca. 21:30 Uhr zu sehen sein.
Bei sehr guten Bedingungen ist evtl. auch Neptun im Teleskop zu sehen.
Die Zeitpunkte der Sichtbarkeit von Saturn bzw. Jupiter werden von Woche zu Woche um jeweils ca. 30 Minuten früher sein.
Bei gutem Wetter können die helleren Sterne ab ca. 20:20 Uhr mit bloßem Auge am Himmel entdeckt werden.
Dann werden Doppelsterne und Sternhaufen, später evtl. auch die Andromedagalaxie zu lohnenden Beobachtungsobjekten.
Gegen ca. 21 Uhr wird die an der Sternwarte maximal mögliche Dunkelheit erreicht sein (bedingt durch den Lichtschein der Stadt Wiesbaden).

Mond und Jupiter gestern Abend um 20:59
Panasonic DMC-FZ1000, F/8, 1/320 s,
ISO-3200, Brennweite = 146 mm



Bierstadter Straße 47, 65189 Wiesbaden, auf dem Dach der Martin-Niemöller-Schule (separater Eingang)


Datum

Mo 12.09.2022   20:00 - 22:00 Uhr   Anmeldung nicht erforderlich

Freitag, 2. September 2022

Unser nächster Beobachtungsabend: 05.09.2022 ab 20:00 Uhr

Die Sonne geht um ca. 19:45 Uhr hinter dem Taunuskamm unter.

Der zunehmende Mond ist zu 72 % beleuchtet und geht bereits vor 18 Uhr auf.
Bei gutem Wetter ist er während des gesamten Beobachtungsabends sichtbar.
Er steht allerdings sehr tief am Südhimmel und ist für unsere großen Fernrohre nur knapp zu sehen.
Mit mobilen Fernrohren können wir ihn aber im Außenbereich sehr gut beobachten.



Saturn geht um ca. 19:15 Uhr in OSO auf; mit einem unserer großen Fernrohre ist er ab ca. 20:25 Uhr zu beobachten.
Jupiter geht gegen 20:45 Uhr auf, wird aber in unseren großen Fernrohren erst ab ca. 22:00 Uhr zu sehen sein.
Bei sehr guten Bedingungen ist evtl. auch Neptun im Teleskop zu sehen.
Die Zeitpunkte der Sichtbarkeit von Saturn bzw. Jupiter werden von Woche zu Woche um jeweils ca. 30 Minuten früher sein.
Bei gutem Wetter können die helleren Sterne ab ca. 20:30 Uhr mit bloßem Auge am Himmel entdeckt werden.
Dann werden Doppelsterne und Sternhaufen, später evtl. auch die Andromedagalaxie zu lohnenden Beobachtungsobjekten.
Gegen ca. 21:30 Uhr wird die an der Sternwarte maximal mögliche Dunkelheit erreicht sein (bedingt durch den Lichtschein der Stadt Wiesbaden).

Bierstadter Straße 47, 65189 Wiesbaden, auf dem Dach der Martin-Niemöller-Schule (separater Eingang)



Datum

Mo 05.09.2022   20:00 - 22:00 Uhr   Anmeldung nicht erforderlich

Veranstaltungsort

Sternwarte URANIA e.V.
Bierstädter Str. 47
65189 Wiesbaden
Haltestellen
Fichtestraße

Bilder vom Kometen C/2017 K2 (PANSTARRS)

 Im Frühjahr und Sommer 2022 zog der Komet PANSTARRS an einer ganzen Reihe interessanter Himmelsobjekte vorbei. Hier eine Auswahl:


02.07.2022  00:30 - 39 x 40 s, ISO 3200  350 mm, F/4,8

Der Komet und der Kugelsternhaufen M10 
16.07.2022  23:41 - 15 x 40 s, ISO 1600  350 mm, F/4,8

Der Komet und der Kugelsternhaufen M10
03.07.2022  00:03 - 30 x 40 s, ISO 1600  350 mm, F/4,8

 Der Komet und der Kugelsternhaufen M13
31.05.2022  23:41 - 25 x 45 s, ISO 3200  350 mm, F/4,8

Der Komet bei M16, dem Adlernebel
06.08.2022  23:57 - 60 x 40 s, ISO 3200  350 mm, F/4,8

Der Komet beim planetarischen Nebel M27
4.07.2022  00:07 - 50 x 30 s, ISO 1600  350 mm, F/4,8

Der Komet beim Sternhaufen NGC 457
13.08.2022  23:23 - 45 x 30 s, ISO 1600  350 mm, F/4,8

Gruß,
Kai-Uwe Wehrheim

 









Montag, 11. Juli 2022

Die Sonne im H-Alpha

 


Die Sonne im H-Alpha-Licht. Alle Bilder aufgenommen mit einem Lunt-LS60T-Teleskop und einer ASI178MM-Kamera.

(H-Alpha-Filter lassen nur Licht der Wellenlänge 656,3 Nanometer durch – das Durchlassfenster ist dabei weit unter einem Nanometer breit. H-Alpha-Filter für die Sonnenbeobachtung sind darum sehr teuer. Vor das Objektiv kommt ein Energieschutzfilter, der nur das rote Licht passieren lässt und so verhindert, dass der aus Kostengründen sehr kleine eigentliche H-Alpha-Filter zu heiß wird. Dazu kommen noch weitere Schutzfilter, die das übrige störende Licht ausblenden. 

Eine besondere Form des H-Alpha-Filters ist der Protuberanzenansatz. Hier wird die Sonne durch einen Kegel ausgeblendet, und durch einen etwas breitbandigeren und günstigeren H-Alpha-Filter können die Protuberanzen am Sonnenrand beobachtet werden. Die Sonnenoberfläche bleibt so jedoch unbeobachtbar.)

Thomas Loeken







Freitag, 27. Mai 2022

Galaxien des Frühjahrs - und der Kugelsternhaufen M3

 

M 3: 09.05.2022  23:26, 30 x 40 sec, ISO  1600  350 mm, F/4,8

M 106: 20.03.2022  20:53         45 x 45 sec, ISO  3200  350 mm, F/4,8

M 104, die Sombrerogalaxie: 20.04.2022  23:25
40 x 40 sec, ISO  3200  350 mm, F/4,8

M 51, der Spiralnebel in den Jagdhunden: 25.03.2022  22:28
60 x 45 sec, ISO  3200  350 mm, F/4,8


NGC 4565: 28.04.2022  22:31,
30 x 40 sec, ISO  3200  350 mm, F/4,8

NGC 4631: 08.05.2022  23:19
70 x 40 sec, ISO  1600  350 mm, F/4,8

Und zu guter Letzt: NGC 4647: 27.04.2022  22:47
50 x 40 sec, ISO  3200  350 mm, F/4,8
Ebenfalls zu sehen ist die Supernova SN 2022hrs (mag 12.9)
in dieser Galaxie, hier mit Pfeilen markiert 

Alle Bilder und Bildinformationen zur Verfügung gestellt
von unserem Mitglied Kai-Uwe Wehrheim






Montag, 28. März 2022

Vier geostationäre Satelliten

In den letzten Wochen habe ich immer mal wieder nach geostationären Satelliten gesucht und schließlich am 8.3.2022 auch ein paar gefunden. 
Diese Satelliten werden für die Fernsehübertragung und andere Kommunikationen betrieben. Sie umkreisen die Erde in einer Bahn ziemlich genau über dem Äquator in 35786 km Höhe. Dadurch benötigen sie genau 24 Stunden für eine Umrundung und bleiben daher für uns scheinbar bewegungslos am Himmel stehen. Deshalb kann man eine Satellitenantenne für den Fernsehempfang fest am Haus montiert auf einen solchen Satelliten ausrichten. Wegen der Parallaxe kann man diese Satelliten bei uns ca. 7° unterhalb des Himmelsäquators entdecken und auch visuell beobachten. 
Zum Aufsuchen und Finden habe ich eine Kamera mit 135 mm Objektiv genau parallel zum Teleskop Astrophysics 206 mm Starfire EDF auf die Montierung gesetzt und ohne Nachführung schrittweise den entsprechenden Himmelsbereich fotografiert. Bei 20 s Belichtungszeit wurden die Sterne natürlich zu Strichspuren verzerrt, aber einige Lichtpünktchen der geostationären Satelliten waren auch auf den Aufnahmen zu finden. 

Bild 1, 8.3.2022 19:45 Uhr, Canon EOS 7D mit 135-mm-Objektiv
an feststehender Montierung, f/2,8; 20s; ISO 250. Bildfeld: ca. 9,4° x 6,3°

Bild 2, Ausschnitt aus Bild 1 mit insgesamt
3 gut erkennbaren geostationären Satelliten

Die Montierung habe ich dann so eingestellt, dass die 2 Satelliten vom Bild 2 genau mittig im Bildfeld waren. Danach habe ich meine Kamera an das Teleskop Astrophysics 206 mm Starfire EDF montiert und nach dem Fokussieren nicht nur die beiden Satelliten, sondern sogar noch gleich zwei weitere gefunden.

Bild 3, Canon EOS 7D am stillstehenden Astrophysics 206 mm Starfire EDF
(f = 1,6 m), 
am 8.3.2022 um 20:07 h aufgenommen; 20 s belichtet bei ISO 1600;
Bildfeld: ca. 0,8° x 0,53°. In dieser 
Zeit sind die Sterne im Bild
um ca. 5 Bogenminuten nach rechts weitergezogen

Bild 4, unmittelbar nach Bild 3 aufgenommen, gleiche Aufnahmebedingungen
wie bei Bild 3, jedoch mit eingeschalteter Nachführung. Die 4 Satelliten
zogen um ca. 5 Bogenminuten nach links. Einige hellere Sterne sind
sogar in beiden Bildern zu identifizieren.

Bild 5, Ausschnitt aus Bild 3, mit den Namen der geostationären
Satelliten (nach Angaben im Internet 
und Stellarium)

Die Satelliten waren zum Zeitpunkt der Aufnahme an der Sternwarte bei einem Stundenwinkel von 23 h 11‘ und einer Deklination von -7° 15‘. Sie stehen am Himmel jedoch nicht ganz genau still. Bedingt durch kleine Abweichungen in Nord-Süd-Richtung und nicht ganz kreisrunde Bahnen vollführen sie kleine tägliche Abweichungen, die sich durch den Einfluss des Mondes noch weiter ändern können. Deshalb sind immer mal wieder kleinere Kurskorrekturen notwendig, und die Simulation in Stellarium ist nicht langfristig stimmig. 
Die vier hier beobachteten Astra-Satelliten übertragen Fernsehprogramme und werden von SES Global bzw. SES Astra in Luxemburg betrieben.

Peter Bentz, 28.3.2022